Tanzschuhe – für wen und warum? Teil 2

Die Sohle macht den Unterschied

Gut, soweit klar, aber nicht nur die Sohle!

Tanzschuhe sind meistens wesentlich leichter, aber das liegt hauptsächlich auch an
der Sohle. Sie ist anders aufgebaut und oft auch dünner als die von Straßenschuhen.
Dadurch ist es möglich besseren Kontakt zur Tanzfläche aufzubauen und der Schuh
wird dadurch flexibler. Je flexibler ein Schuh ist, desto mehr Bewegungsfreiheiten hat
der Tänzer. Aber der Fuß wird im Gegenzug weniger stabilisiert.

Und das Schuhgelenk

Die höhe der Flexibilität des Tanzschuhs wird auch durch das Schuhgelenk bestimmt.
Das Schuhgelenk sitzt unterhalb des Mittelfußbereiches.
Tanzschuhe ohne stabilisierendes Schuhgelenk sind besonders gut geeignet um die
Technik (Fußstreckung) der Lateintänze korrekt ausführen zu können. Aber auch bei
den Standardtänzen ist ein Flexibler Schuh vorteilhaft um eine maximale Fußstreckung
zu ermöglichen.

Das Obermaterial

Es werden weiche und robuste Obermaterialien verwendet. Auch hier ist das Thema
Beweglichkeit und Flexibilität im Vordergrund ohne die Haltbarkeit aus den Augen zu
verlieren. Microfasermaterialien etablieren sich in den letzten Jahren durch ihre geig-
neten Eigenschaften mehr und mehr.

Was ist mit den Absätzen?

Auch die Absätze unterscheiden sich. Bei den Herren gibt es 1-2 cm und 4-5 cm Absätze
und absatzlose Schuhe (meist Tanzsneaker). Es gibt auch noch 3 cm Absätze, die hin und
wieder von Tangoherren gewünscht werden um die teilweise enormen Absatzhöhen der
Damen zu kompensieren.

Die 4-5 cm Absätze nennt man  auch Lateinabsätze. Also für ChaChaCha, Rumba, Jive etc.
Diese Absätze sind nicht so optimal für die Standardtänze. Durch den Fersenansatz
bei den Standardtänzen sind die niedrigeren Absätze angenehmer.
Schuhe mit niedrigem Absatz sind die Allrounder!

Die Damen haben hier weitaus mehr Möglichkeiten als die Herren. (0 cm bis xx)
auch hier gilt die Regel: Hoher Absatz – eher für  Lateintänze geeignet, niedriger Absatz
eher für Standardtänze. Absätze sehen zwar ebenso elegant, wie sie hoch sind aus, aber beim
Tanzen werden die Füße viel stärker beansprucht als beim Gehen und der erhöhte Druck auf
den vorderen Fußbereich sollte nicht unterschätzt werden. Die üblichen Absatzhöhen für
Standard-/ und Allroundtanzschuhen liegen bei 5 cm. Für Latein bei 6,5 cm.
Mit der Absatzhöhe können auch unvorteilhafte Größenunterschiede ausgeglichen werden

Du hast die Wahl

Absatzhöhen

Leider sind zum Thema Absätze auch viel haarsträubende Meinungen zu hören.
Zum Beispiel, dass hochklassige (damit sind Turniertänzerinnen der A/S Klasse gemeint)  Damen
auch hohe Absätze tragen (müssten). Das ist so nicht richtig denn ein hoher Absatz bei den Standard-
tänzen schränkt die Bewegungsfreiheit der Damen mehr ein. Die Füße sind in einer permanent
gehobenen Position. Mit niedrigeren Absätzen lässt sich außer heben auch noch senken..
Daher sieht man gerade bei den wirklich guten Tänzerinnen gar nicht mal so oft mehr als 5 cm. 

Zum Absatz gehört auch der Flecken

was für ein Flecken?

Absatzflecken für Tanzschuhe

Bei den Damen ist es der untere Teil des Absatzes (meist Kunststoff),
der mit einem oder mehreren Metallstiften mit dem eigentlichen Absatz
verbunden ist. Der Absatzflecken ist oder sollte bei Tanzschuhen aus einem
weicherem Kunststoff als er bei Strassenschuhen zum Einsatz kommt
bestehen. Die härteren Kunststoffe sind zwar haltbarer aber leider auch viel
rutschiger (zu rutschig). Hier könne auch sogenannte
Absatzschoner weiterhelfen.

Bei den Herren Ist oft eine Dämpfungsschicht zwischen Absatz und Sohle
eingearbeitet. Der Schrittansatz wird angenehmer. Manchmal ist der Absatz
auch aus einem Hartschaumstoff mit hervorragenden Dämpfungseigenschaften.

Und welcher Tanzschuh ist jetzt richtig für mich?

Um den richtigen Schuh für sich zu finden geht es bei der Kaufberatung weiter

Ein Kommentar zu “Tanzschuhe – für wen und warum? Teil 2

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